Jörgen & Cilleroys Journey to Pussyvalley

Veröffentlicht in ERLEBT!, Kennt man doch. mit Tags , , , , am 13. September 2009 von kayservanzoonen

Die zweite Fan-Mail hat uns erreicht und bezogen auf das Thema, lassen wir die GosseGuys-typischen Abkürzungen weg, und bennen die beiden Beteiligten hier bei Namen. In der Mail stand soviel wie:“…Jörgen ist ein großer Fan eurers Blogs und ich würde mich freuen, wenn ihr das veröffentlichen könntet, da er auch in euer Facebook-Gruppe ist. Danke und ttys Cilleroy“!

Na dann machen wir das mal! Los gehts:

„Ab und an ertrinkt man allein in seinen Worten. Zu lang, zu schwer, zu kompliziert. Das Gehirn spielt dir Spielchen und lässt dich im Stich. Doch eigentlich will man nur etwas sagen. Etwas was nicht so raus kommt, wie es soll. Es kommt eigentlich von ganz tief her – ehrlich – doch schafft es nicht hoch, auch wenn man das will. Es schafft es einfach nicht hoch. Es ist so dunkel. Es ist geschlossen. Das Licht war eben noch da. Irgendwann wird es wieder heller.

Zweiten Seiten, die anders werden. Sie stolpern über einander und passen schwerer zusammen. Doch diese zwei Seiten sind anders als alle 1.000 anderen. Sie passen doch. Sie sind nicht gleich, aber dann doch schon. Ecken an aber passen dann!

IMGP0486

Nicht so schnell in den Müll, sondern noch mal drüber schauen. Recyceln! Aufheben, sauber machen, polieren, auf eine Vitrine stellen und anschauen. Nicht vergessen – wertschätzen und abwägen. Nicht verschwinden. Auch wenn alles in einem schreit, nicht verschwinden.

Zusammen den Müll rausbringen und die Schaben wegwischen. Das Grau muss weg und das Licht zurück.

Cilleroy“

Der Balken des Neuen!

Veröffentlicht in ERLEBT! mit Tags , , , , , , am 5. September 2009 von kayservanzoonen

Ganz einfach und schnell.

Rechtsklick auf das Bücherregal – Kochen ausgewählt – lernen ausgewählt und schon geht es los. Aufs Sofa oder einen nahliegenden Stuhl und es wird gelernt. Es wird das Buch aufgeschlagen und bewusst so lange gelernt, gelesen und studiert, bis der Balken voll ist und ein neuer Level erreicht wurde. So einfach ist es, sich im Spiel „Die Sims“ Wissen anzueignen.


ME, FR und ich waren neulich bei einem Lichtseminar. Da musste man sich anmelden und dann hinfahren und zuhören. Mehr war nicht gefordert. Es war ein traumhaftes Erlebnis, denn ganz ehrlich: „Wie viele von euch entscheiden sich bewusst, nach der Arbeit, nach ungefähr 10 Stunden Wirtschaftsstress, sich noch ins Auto zu setzen und dann ans andere Ende der Stadt zu fahren, im späten Berufsverkehr, um dann an einem Seminar teilzunehmen?“


Ich gehe mal von sehr wenigen aus. Selbstverständlich gibt es immer diese Ausnahmepersonen oder Studenten oder so…Ich rede aber von Personen in normalen Berufen, ohne viel Freizeit, mit Verantwortung und Verpflichtungen. Wir sind glücklich nach 10 Stunden das Büro unbeschadet zu verlassen. Schaffen es dann gerade noch einzukaufen um auch was zu Essen abends zu haben und gehen dann nach Hause. Meist wird dann Fernsehen geschaut, sexuelle Verpflichtungen erfüllt und ins Bett gegangen. Danach fängt alles wieder von vorne an.

Das Problem am „Bewussten Lernen“ ist ja auch, dass wir im täglichen Leben immer schon dazu lernen. Wir sind ständig damit beschäftig, alles so zu machen, wie es von uns verlangt wird und da sind keinesfalls Fehler zugelassen. Warum dann nach 19:00 Uhr noch das Gehirn anstrengen und komplett neues Futter in die Luke schütten? Ein absolut verständlicher Gedanke.

Dennoch – als ME, FR und ich zu spät in dem Seminar ankamen, gab es eine kleine Anzahl an Zuhörern, die sich überwunden haben, Neues zu erfahren und mit nach Hause zu nehmen. Mir brachte das Seminar sehr viel, denn von der Materie hatte ich keinen geringsten Schimmer. Zuhören viel schwer, aber mit den Jahren saugt man auch nebenbei Informationen auf, ohne alles in seinen Collegeblock zu kritzeln. Die anderen Beiden fanden es mittelmäßig interessant. Dies wiederum lag daran, dass sie vor mir die „Bewusst Lernen-Erkenntnis“ erfahren durften.  Voller Wissenstatendrang und Euphorie bin ich nach Hause und freute mich, dass was ich gerade lernte, im Alltag zu überprüfen und so himmlisch doof es klingen mag, es war ein tolles Gefühl neues Wissen erlangt zu haben und einen neuen Level erreichen zu können.

Man sagt immer: „Das Leben ist kein Spiel“. Manchmal bekomme ich gesagt: „Du musst in der Realität leben, nicht in einer Fernsehwelt“. Aber vielleicht sollten wir von Zeit zu Zeit einfach mal den Rechtsklick auspacken und gepflegt unsere Pixel aufs Sofa bewegen.

ttyialw GosseGuy

Horror, Horden und ein Hauch von Ekel!

Veröffentlicht in ERLEBT!, ERTAPPT! mit Tags , , , , , , , , , , , am 23. August 2009 von kayservanzoonen

Nachdem der gesamte Sommer vom Hurricane, Splash, Rock am Irgendwo und und und bestimmt war und die, die nicht vier Tage am Stück stinken und schwitzen und durch Modderpfützen rutschen wollen, haben nun ihr ganz eigenes kleines Festival gefunden.

Filmfans aufgepasst, das 23. Fantasy Filmfest hat vergangenen Donnerstag angefangen und lockt nun hunderte Film- und Gruselbegeisterte in die Kinos. In der Regel läuft das, während des 18. – 26. August folgendermaßen ab…

1. Man besorgt sich einen Übersichtsplan (per Netz oder in den rumliegenden Magazinen)

2. Dann markiert man sich alle Filme blutrot an, die man sehen möchte. Das Genre ist klar (Fantasy und Horror) aber die Themen variieren von japanischen Zukunftsvisionsstreifen über lesbische Vampire hin zu Blockbustermaterial oder Homemadeschockern.

3. Nachdem man sich dann alle Filme markiert hat, kommt meist das GRAUSAME Erwachen – du kannst in der Woche gar keinen Film um 14:15 schauen, da du ja arbeiten musst. Also reduzierst du alles auf nach dem Feierabend (Beamte ab 12:00 / Normale ab 19:00) und streichst mit einem schwarzen Edding alle „Nicht-Feierabendfilme“ wieder weg. Doch das Schrecken hört nicht auf….

4. Voller Vorfreude und Gruselgeilheit zählst du nun alle Filme durch, kommst auf neun Stück und stellst wieder mal fest: „..eine Karte kostet 8,00 EUR mal neun mach 72,00 EUR fürs Kino!…whaaaattttttttt“. Also wieder kürzen auf das Minimum…kannst die anderen ja auch saugen, oder im ursprünglichen Kinoalltag sehen, oder warten bis sie dir bei Video World ins Gesicht bluten.

5. Dennoch begeistert machst du dich dann Samstag um 14:00 auf den Weg zum CINEMAXX am Potsdamer Platz. Alle deine Freunde denken du spinnst, bei 26 Grad von 15:00 Uhr bis 02:30 Uhr nachts ins Kino zu gehen, aber die wiederum springen unter Drogeneinfluss nackt auf irgendwelchen Ostwiesen mit anderen unter Duschen herum…so anyway…

6. Wohlwissen, dass du nicht der einzige Cineastennerd bist und alle wahrscheinlich schon kleine Kinoschleifspuren vor Freude in ihren Totenkopfschlüpfern haben, bist du schon ganz früh im Kino angekommen. Die Schlange ist noch kurz, du holst eben drei Liter Coca Cola Light und die größte Popi-Packung die es gibt und stellst dich an die ach so schönen roten (wie Bluuttt ahahahhaha) Absprerrkordeln und wartest auf den Einlass.


Doch dann geschieht es…du hörst deinen Mitmenschen zu. Schaust zu lange, zu oft, zu genau hin. Da ist eine dicke Lesbe mit pink-weißen kurzen angeklatschten Haaren. Sie ist mit drei in schwarz gekleideten, mit Schuppen übersäten Gruftimännern unterwegs. Nur Sie redet. Darüber, wie fies es ist, dass die armen Kinomitarbeiter die Kinotür immer wieder auf und dann wieder zu machen: „…das machen die nur, weil die einen scheiß Job haben und uns ärgern wollen!“ (Ich möchte sie hier gern die pinke-Gruftilesbe nennen = pGE)…Weiter fragt sie lauthals ihren blassen Unterweltkollegen: „Was macht eigentlich dein Knoten in der Brust? Ist der schon besser geworden?“ In diesem Moment schaute ich auf den Mann und seinen Knoten (=MK) und bemerkte: „boahhh MK du hast Männerbrüste!“…okay pGE-Thema abgehackt.

Ich bin ein umgänglicher Junge und warten macht mir auch nichts aus. Die Kinovorhalle füllte sich binnen eines kleinen Augenwinkerns um 200% mit Pendants der pGE…Ich immer noch in meiner Schlange wartend, mit meiner drei Tonnen Coca Cola Light Packung fest in meinen drahtigen Fingern gespannt. Meine andere Hand umklammerte mein salziges Popcorn und schwitzte so langsam das Papier weg (wahrscheinlich auch der Schweiß der Anderen, denn es war heiß zwischen uns allen….).

In meinem Nacken spürte ich einen warmen, feuchten Hauch ekelhaften Atems. Ich hörte ihn schon zuvor ab und an zu, wenn die pGE nicht rumkrakelte. Er war größer als ich – ca. 195 cm. Lange, lockige, fettige mit Ausdünstungen getränkten schwarze Haare. Er trug ein schwarz weiß kariertes Hemd, welches nur mit einem Knopf oberhalb des Bauchnabels zusammengehalten wurde. Die drei Brusthaare waren deutlich für jedermann sichtbar. Seine Trichterbrust auch. Sein Bauch kam nach vorne hervor und seine Hände waren riesig. Dieser Mann atmete mir permanent in den Nacken und seine aufrecht gestellten (wahrscheinlich vor Aufregung) und feuchten Armhaare berührten alle drei Minuten meinen Arm…Dieser Mann meinte zu seiner weitaus älteren Freundin: „Es wäre doch voll lustig, jetzt hier mit einer Kalaschnikow in die Masse zu schießen. Dann könnten wir schnell vor laufen und wären als erster im Kino. Ein Blutbad ist witzig!“


Das war der Moment, wo es für mich gegessen war. Es kreuzte noch eben ein kleiner mitte Zwanzigjähriger in einem grünen T-Shirt ohne Hals, nur Kinn und kleinen Hängebrüsten und schwarzem Oberlippenbart meinen Weg und schon wurden die Tore zum Saale geöffnet und die Horrorkloppis losgelassen. Es wurde geschoben, gebrüllt, gepöbelt, geschwitzt, berührt, verschüttet, angeatmet und und und…Als ich in meinem Platz saß, realisierte ich folgendes:


„Ich war nie ein Musikfestivalfreund. Das ist einfach nichts für mich. Ich habe mich riesig gefreut, auf das Fantasy Filmfest 2009 und habe nach langem hin und her wegen der Spielzeiten und des Geldes und der Mühe, mich doch entschieden dahin zugehen. Nachdem ich letztes Jahr nur ein Film sah, freute ich mich auf dieses Jahr ganz besonders. Aber ich realisierte auch, dass die Mehrheit der Leute diese Woche nutzten, um sich komplett auszuleben und einmal aus ihren Vampier-, Grufti-, Splatterhöhlen raus zu krauchen und auf die echte sozialisierte Welt losgelassen werden. Es war der reinste Horror. Sowohl die Filme, als auch die Menschen. Mit Sicherheit kann man dieses Verhalten durch Platzreservierungen eindämmen, aber was dort mit mir in den Warteschlangen stand, erinnerte mehr an eine Mischung aus Lan-Party-People und skurrilem Zirkus.

Ich denke nächstes Jahr werde ich vorbereiteter sein, um genauer diese Spezies zu untersuchen, doch besteht schon allein bei diesem Gedanken die Gefahr, dass ich einer von denen werde…oder es schon bin?

(die Hauptperson läuft langsam die nebelige Straße der Kleinstadt herunter, das Beil auf dem Boden schleifend, wissend, dass die Geschichte noch nicht zu Ende ist!)

ttyialw GosseGuy

Der Junge, das Huhn und die Gitarre

Veröffentlicht in ERLEBT!, gosse guys mit Tags , , , , , , , am 10. August 2009 von kayservanzoonen

Wir beide GossenGuys haben grundsätzlich ein sehr gutes und fröhliches Gemüht. Aber wenn man mal einen Tag frei hat und nicht den Bürosessel strapazieren muss, erlebt man Berlin von seiner nervigsten Seite (Frage am Rande: Warum heißt es eigentlich nicht: Erleben wir Berlin von IHRER nervigsten Seite? Warum ist Berlin männlich?…).

Wir fahren mit der U-Bahn und müssen die Motz oder den Straßenfeger kaufen. Wenn nicht, fühlen wir uns schlecht, dass wir egoistische Arschlöcher sind und darüber meckern, dass unsere Jim Rickeys kaputt gehen. Wenn wir uns doch nicht schlecht fühlen, versuchen wir den körperlichen Kontakt zu unseren dreckigen Mitmenschen in den zu schmalen U-bahngängen zu vermeiden, da die immer Pickel, Wunden oder Dreck an der Haut zu kleben haben. Wenn wir dies wiedererwartend überstanden haben, steigen wir aus und werden andauernd von kampierenden Assis belagert, doch mal nen Brötchen oder ne Kippe oder 10 bis 20 Cent zu spenden. Wenn wir auch hier „Nein“ sagen, aus sehr überlegten Gründen, werden wird von den Obdachlosen beschimpft und auf akustisch nicht zu verstehende Weise gedemütigt. Dann fühlt man sich irgendwie wieder schlecht. Nachdem wir dann also dreckig geworden sind und uns dreckig fühlen gehen wir weiter unseren Tag entlang und treffen auf Straßenmusiker mit Trompeten und Akkordens, Südländerfrauen mit Baby-Umschnall-und-Kleinkind-an-der-Hand-Haute Couture, denen wir die Kinder abkaufen sollen. Oder Steven Spielberg der im Mülleimer buddelt um einen Rest Double Chocolate Muffin zu ergattern.

Das alles nervt unsagbar und versaut die schöne innere Lebensfreude. Natürlich gibt es Menschen, die sagen, man sollte immer für den Anderen da sein und etwas zum Spenden haben (z.B. Kirchliche, Linke, ebenso arme oder Pseudogerechtigkeitsfanatiker), aber wenn wir das machen, sind wir am Ende des Tages um einen 10er leichter und das dann 7 Tage die Woche ist nicht realistisch oder vertretbar (macht dann auf 12 Monate hochgerechnet 3.360 € für die Assis von eienr Person). Dafür gibt es ja auch Berliner Einrichtungen.

Nun aber schon zum zweiten Mal getroffen:


Den Gitarre spielenden Leadsänger und die nicht tanzende Background-Lady vom unterm „Chicken Döner“ am Hackeschen. Die sind spitze. Wir wissen nicht, ob die obdachlos sind oder nicht, oder ob sie einfach nur gern Sonntags auf diese Art entspannen, bevor die Schule wieder los geht. Tatsache ist aber, dass die nicht stören, sonder erfreuen. Die, okay ER macht live Musik, singt, braucht dazu kein Mikro, geht nicht nach seiner Performance betteln und forciert wieder bewusst ein unwohles Gefühl in unserer Herz- und Magengegend. Der ist spitze. Daher haben wir uns bewusst dazu entschlossen, ist hoffe die nehmen uns das nicht über und verklagen uns, keinen „GosseGuys-Balken“ auf die Augen zu photoshoppen (obwohl man dies hätte auch mit anderen Programmen wie „Seashore“ nicht hätte machen können müssen) und die Beiden zu supporten.

Also: Wenn es euch – wenn es dir auch so geht wie uns und dich die Abzocker mit nachhaltigem Körpergeruch (das kann man auch alles so schreiben, ist politisch nicht inkorrekt, denn es ist so) genauso nerven, dann haltet an eurer Meinung fest. Wenn ihr aber wenigstens einmal etwas street-soziales machen möchtet, dann gebt den beiden Straßen-Mitte-Musikern 0,30 € mit auf den Weg, denn die freuen sich (mit Vermerk, dass die Werbung über uns kam).

Bis jetzt gesehen immer Sonntags ab 12:00 Uhr am Chicken Döner | Hackescher Markt.

ttyialw GosseGuy

Sag es einfach: IBS,SUUH,WINR!

Veröffentlicht in ERLEBT!, gosse guys mit Tags , , , , , , , , , , am 7. August 2009 von kayservanzoonen

Wenn man nur ganz aufmerksam unseren Blog verfolgt, die Geschichten untersucht, die dort niedergeschrieben werden, dann vermag einem aufzufallen, dass eine Art Entwicklung stattfinden kann. Um das näher zu erklären, hier ein Beispiel:

Angenommen wir schreiben über einen neuen Date-Trick, testen ihn und veröffentlichen sein Ergebnis, kann das ein Artikel sein. Es kann dann auch passieren, dass der Trick funktionierte, man eine neue Liebe gefunden hat, glücklich ist, zusammenzieht, Kinder macht und heiratet.

Das wäre dann so eine Entwicklung und man kann den „Date-Trick“-Artikel fortsetzen. So ja auch geschehen bei „Cumshot der Taraxacum sect. Ruderalia“ und „Cumshot der Taraxacum sect. Ruderalia” – Die fruchtbare Erlösung“. Beim Lesen unseres Blogs, fiel mir nun folgender Satz auf:

„Ich werde nun noch die Woche mit diesem Dreckszeug durchstehen und habe so den Gedanken, dass der Nebeneffekt – so gar keine Lust mehr zum Rauchen zu haben – immer präsenter wird und ich idealer Weise total aufhöre…das wäre doch mal was!“…

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel „Abgedrehter Scheiß“ vom 05. Mai 2009. Dabei ging es um das Thema: „Weg von fertigen Kippen, hin zu Gedrehten und weniger Konsum“. Besonders wichtig finde ich den letzten Satz, wo der Wunsch, oder viel mehr die Hoffnung auf das Aufhören, präsentiert wird.

An alle Leidgeplagten: Das ist passiert! Eine Entwicklung ist geschehen – eine Art Evolution. Eine Geistesevolution. Eine Körperevolution. Eine Evolution sowohl persönlich, als auch blog-dramaturgisch! „Abgedrehter Scheiß“ bekommt unbewusst eine Fortsetzung.

Nachdem ich nur noch drehte, schraubte sich der Smoke-Genuss zwar runter, die Neidkurve stieg jedoch. Neid auf CK, WN, MN, JIT und viele mehr, die am Tisch saßen und einfach eine feste, anständige, funktionierende Kippe aus der so viel schöneren Packung zogen und anzündeten. Man redete sich ein, dass das genau das Verderben ist und überhaupt biste viel stärker als die da. Aber nach einer untrüglichen Zeit des Drehens, die ja dann immerhin 2 ½ Monate anhielt, erdichtete man eigene, sehr gut zu vertretende Schlupflöcher. Am Wochenende, wenn de´ feierst, kannste eine normale Packung rauchen, dann ist das auch nicht schlimm. Oder wenn ein besonderer Moment ansteht….alles absoluter Blödsinn und großer Selbstbeschiss. Ganz ehrlich – sei ehrlich zu dir selber! Wenn schon sonst nicht, dann zumindest jetzt, wo dir ja auch keiner zuhört.

 Ich jedenfalls war auf dem Weg nach Greifswald und rauchte pseudo-motiviert meine Gedrehten und bildete mir ein, ein super disziplinierter Typ zu sein. Dem war aber nicht so. Hinzu kamen 15 neue Freunde, mit denen ich seit ungefähr 10 Jahren nichts mehr zu tun hatte. Die Curry-Allergie, die Birken-Allergie, die Gräser-Allergie und und und…das wiederum schlägt sich bei mir auf die Lunge aus (wegen Asthma) und so war mein, durch die Tabakindustrie eingebrocktes Unglück, vollkommen. Nach jeder einzelnen Kippe bekam ich keine Luft mehr. Musste mein Allergospasmin-Spray (darf man nur 3x p.T nehmen | nach jeder Kippe macht das 20x p.T) benutzen, was ja eh immer peinlich ist und mehr an Jonathan Brandis aus Sidekicks beim Zusammenbruch erinnert, als an einen coolen Hunk. Nach einer netten Partynacht auf dem Fischerfest, viel ich dann komplett zusammen und beschloss sofort aufzuhören.

 

Was muss denn noch passieren, damit dein Gehirn auch die richtigen Hebel umlegt? Deine Lunge kraucht auf teerschwarzem Asphalt, die Tertiärbronchus-Arme strecken sich zitternd nach Hilfe aus, werden aber durch das Rauchermonster unter den Rauchernaziboots zerquetscht und fies lachend ins Jenseits befördert….ab da war Schluss. Das Ziel, dass das Drehen vielleicht hilft komplett aufzuhören, war erreicht. Zum Teil durch die neu gewonnene Disziplin, zum Teil durch den Hilfeschrei meiner noch teils rosé-farbenden Pulmo.

 

Bis heute bin ich stark, was das Nichtrauchen angeht. Raucht alle um mich herum, mir egal.

„Ich bin sexy, schön und unsagbar hot, weil ich nicht rauche!“ (IBS,SUUH,WINR!)

Dieser Satz soll allen helfen, die vielleicht gerade davor stehen „Abgedrehten Scheiß“ zu machen oder eine Hilfe brauchen, um ihn durchzustehen. Einfach aufhören und sagen:

„Ich bin sexy, schön und unsagbar hot, weil ich nicht rauche!“ Dann klappt es.

Viel Erfolg und drücken wir uns gegenseitig die Daumen, dass alles so bleibt!

ttyialw GosseGuy

Ein Mensch – Ein Fragment

Veröffentlicht in Ein Mensch - Ein Fragment mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , am 21. Juli 2009 von kayservanzoonen

Wisst ihr, als Schreiberling der eigenen Gedankenwelt ist es manchmal schwer, sich selbst zu sortieren. Ihr ein Thought, da ne Idee. Da muss man nen Plan haben, eine Struktur. Diese nennt der Durchschnittsmensch „Rubrik“. Sie dienen der Orientierung und Übersicht. Wir hassen Rubriken, kommen aber bei so viel Gehirn manchmal nicht drum herum. So haben wir selbstverständlich die dutzenden Artikel über Momentgedanken und -situationen, zum Anderen aber auch die Pee-Spot, die ja unschwer erkennbar eine eigene Rubrik sind. Nun kommt eine neue Nische: „Ein Mensch – Ein Fragment“.

In diesem Bericht geht es um diejenigen auf der Straße und Umgebung, die zu uninteressant für mehr als 30 Wörter waren aber zu spannend, lustig oder assi, um sie komplett rauszulassen. Daher immer ein Bild und ein Gedankenfragment. Nicht zu viel Arbeit, aber dennoch etwas Hirntraining. Immer mal wieder ein Neuer…

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„I need T.P. for my bunghole“ … Beavis is still alive!

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Die „Gute-Bio-Produkte“-Industrie expandiert in den Bereich der Fortpflanzungsforschung! Prototyp eines Bio-Spermums soll Ende des Jahres 2009 auf den Markt kommen

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Gay One-Screen-Wonder trinkend in Mitte. Scheinbar interessiert sich nicht nur Brangelina für ein Domizil in Berlin, sondern auch Brüno.

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„Heute im Flohmarktangebot:

Pinke Crocks, pinkes 3-Rad, pinkes Abendoutfit und ein armes, kleines, dickes 6-jähriges pinkes Mädchen gibt es gratis oben drauf!“

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Dies wurde uns von RV (einem großen GosseGuys-Fan) zugespielt:

„Das Mettwurstmännchen mit Mettwurstmündchen.“

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Waaaaahhnsinn oder? Oliver Geißen kehrt Hamburg den Rücken zu und plant im Prater einen neuen Hauptsitz….das gibts ja gar nicht….

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Short Clue:

Wer in diesem Sommer auch die billigen H&M Flip Flops gekauft hat, wird die Blasen und Schmerzen an den Füßen kennen und wissen, dass das Laufen so manchmal nicht mehr geht. Kleiner Tip unsererseits – einfach nen Zehwechsel hinlegen!

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„Oh oh oh“ (Zitat: Fran Drescher),

Steven Spielberg dreht bestimmt was über Berlin. Bestimmt! Und er castet auf der Straße, oh oh oh, auf der Straße…Steve wir kommen!

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Dachte zuerst, dass ist ne Konsum-Nazijette (Frau + rasierter Kopf + Strähnen = Nazijette | Starbucks + Fred Perry = Konsum), doch dann erleuchtete man mich und sagte, dass das mal wieder einfach nur eine Engländerin sei.

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„Hey Wolverine, morgen dann wieder um 10:00 am Set okay. Schönen Feierabend!“

ttyialw GosseGuy

Zirkus, Schwänze und Tattoos

Veröffentlicht in Kennt man doch. mit Tags , , , , , , , , am 20. Juli 2009 von kayservanzoonen

Tattoos hat schon fast jeder und sie sind und bleiben umstritten. Dauerhaft niedergemalte Situationen, Emotionen oder Fehler, die nicht erst seit dem Arschgeweih als modisch gelten. Man lässt sich aus diversen Gründen pieksen. Aus religiösen, aus abstammungstechnischen, aus modischen, aus zwanghaften, aus situationsabhängigen, traditionellen oder sonst was für Gründen. Ob man Tattoos nun mag oder nicht ist mir hier egal. Fakt ist: es gibt sie schon ewig.

Als ich noch nicht volljährig war, habe ich mir, mit Einwilligung meiner Mom natürlich, ein Tattoo stechen lassen. Das tat nicht weh und ging auch ganz schnell. An einer Stelle, an der sonst Jungs kaum Tattoos haben – das war mir aber wumpe. Über das Motiv kann man sich streiten, tut man sowieso immer und auf einen gemeinsamen permanent existierenden Nenner, wird man auch da nicht kommen. Nun ca. sechs Jahre später habe ich vor, mir weitere Zwei unter die Haut bringen zu lassen. Im Vergleich zu dem Ersten, diesmal an zwei Stellen, wo jeder es sehen wird, wenn er genau hinschaut. Gründlich drüber nachgedacht habe ich schon, denn ich beschäftige mich mit den neuen Tattoos schon ganze drei Jahre.

Heute habe ich mir ein Buch gekauft in dem es um 1.000 verschiedene Tattoos und die Geschichte geht. Ich werde nicht weiter auf meine Gedanken im Bezug auf meine beiden neuen Tattoos eingehen. Ich werde eher die Eindrücke die ich gewonnen hatte, als ich voller Freude diese 1.000 Seiten durchblätterte, niederschrieben. Wichtig ist jedoch zu sagen, dass ich lange drüber nachgedacht habe, ob und wo ich sie machen will, dass sie immer da sein werden, das ich damit auch arbeiten muss und möchte und all diesen Scheiß, den anderen einen einreden und wahrscheinlich ja auch gut meinen. Mit diesen Gedanken blätterte ich das Büchlein durch und war entsetzt, was ich zu sehen bekam. Unter der „Temporary Tattoos“-Kategorie, gab es, neben den immer wieder auftauchenden bescheuerten Motiven wie ein Tweety oder ein Totenkopf mit Schlange und Dolch, scheinbar ein zwei Briten oder dumme, die nicht so genau nachgedacht haben, dass ein Tattoo unter der Hat ist und nie wieder weggehen wird….

Hier meine vier Lieblinge:


1. DIE ZIRKUSFRAU:

Hier sieht man eine Dame, die am gesamten Körper tattoowiert ist. Also nicht nur die Friedrichshain-Ladies oder Tattooshop-Besitzerinnen sehen so aus, sondern auch schon 1920 die hübsch frisierten Perlz-Uschis mit Zigarettenhalter. Daran will ich mich aber noch nicht auslassen – ich finde die cool.


2. OMIS BESTES STÜCK:

Den Herren finde ich ganz, ganz sympathisch. Obwohl ich ihn nicht persönlich kenne und er scheinbar einen Hang zur Ganzkörpertattoowierung hat, finde ich es grandios, dass er noch eine freie Stelle für seine Oma gefunden hat. Eine Stelle, an der sich jede Granny ans Herz fasst und sich leicht weinend beim Enkel für diesen Liebesbeweis bedankt, mit einem dicken Lob an das künstlerische Können, denn dieses Tattoo sticht sowohl optisch als auch zeitaufwandstechnisch absolut heraus. Großartig – auf die Omis.


3. DAS ABEND-“QUAARK“-MAHL:

Bei dem Typen fasse ich mir echt an den Kopf. Also ich beschreibe mal eben, was zu sehen ist.

Ein verrotztes grünschleimiges Gesicht, welches eiterunterlaufende Augen hat und durch die pulsierenden adrigen Tränensäcke untermalt wird. Dieser „Kopf“ denkt nach und man kann direkt auf dem Schulterblatt in den Schädel rein starren. Dort sitzen 13 Frösche in abendmahltechnischer Manier und genießen, bunt wie das Leben manchmal so ist, ihr Brot, Fisch und Wein. Dezent am Boden kotzt noch eine Maus auf die Fliesen. Die Idee, das Abendmahl neu aufzuwerten ist an sich ja eine Schöne (hat ja auch das Stadtkind schon so schön gemacht), aber wer rennt denn damit auf dem Rücken rum? Ich versuche mich ja immer in alle Gedanken reinzuversetzen und zu überlegen, was will er damit sagen oder hat dieses Motiv eventuell eine familiäre Bedeutung oder so…aber ich denke NEIN!!!! Absoluter Schrott und totale Zeitverschwendung. Peinlich – dumm – hässlich – zu farbenfroh – grässlich. Ich denke liebe Eltern, dass das genau das ist, wovor ihr Angst habt, wenn eure Kinder sich Tattoos stechen lassen wollen, aber ich gehe davon aus, dass dieser Herr hier schon weit über 18 Jahre ist. Einziges Kompliment was ich machen muss ist, dass er seine Rettungsringe echt schön mit den Tränensäcken kaschiert hat.


und nun mein absolutes Highlight, welches ich nur beschreibe und nicht werte:


4. DAS FLÖTEN-COLLIER:

Diese Frau hat sich mindestens fünf Penisse auf die Brust tattoowieren lassen. Diese haben jeweils einen blau angelaufenen, ebenfalls mit roten Krampfadern versehenen Hodensack und wurden im Gesamtbild mit Schmuck am Schaft und Bildchen auf den Eicheln verfeinert. Richtungseisend schaut der Hauptschwanz zwischen die beiden ebenfalls tattoowierten, gepiercten Brüsten runter zum Vergnügungscenter.  Man(n)o Man(n)o Man(n) – da fällt mir so viel zu ein, aber das würde dauern….riesenlümmel auf der Brust einer Frau….jepp….Bitte gerne Kommentare!


ttyialw GosseGuy

Fotoquelle: 1000 Tattoos – ED.HENK SCHIFFMACHER

Die Balustrade der Familie

Veröffentlicht in ERLEBT!, ERTAPPT! mit Tags , , , , , , am 15. Juli 2009 von kayservanzoonen

Mein Balkon ist kein schöner. Er hat eine Grundlümmelfläche von circa vier Quadratmetern und ist rechteckig. Durch eine kleine weiße Altbauglastür gelangt man auf die ersten paar Quadratmeter. Auf die Restlichen verteilt ist eine kleine Fensterbank zum sitzen und alles ist umzäunt von einer von außen durchsichtigen Glasfassade. Im Rücken hat man die Hausfassade, in der sich die Abgase der vorbeifahrenden Autos in den Kerben und Ritzen sammelt. Man schaut auf die belebte Straße, die vorbeifahrenden verschiedenen Vehikels und alle Berliner, die die Kreuzung überqueren.

Anfangs war der Wunsch nach einer schönen abendlichen Entspannungsatmosphäre und einer morgendlichen „Wir starten in den Tag mit etwas Frühsonne“ – Bemühungen, vorhanden, aber nachdem diverse Versuche, diesen Teil der schönen Wohnung angenehm zu gestalten fehlschlugen, benutzen wir den Balkon überhaupt nicht mehr. An Silvester vergangenen Jahres haben wir noch alle auf ihm mit unseren Sektbechern angestoßen, hier und da mal auf der Fensterbank gesessen, aber diese pipi-kleinen Rituale erledigten sich sehr schnell wieder, weil der Balkon einfach nicht einladen war.

Der Nutzen und die Freude über ihn waren hinfort.

Nun war meine Familie zu Besuch. Für den einen oder anderen nichts besonderes, für mich aber etwas spektakuläres.

Kurzes Familien-Feedback:

Mutter, Vater, Schwester (10,5 Jahre jünger) vor knapp zehn Jahren (ich war damals 15) in die Schweiz ausgewandert und seitdem sieht man sich maximal zwei mal im Jahr. Daher ist es sehr schön, wenn sie alle zu Besuch kommen.

So eben vor fünf Tagen geschehen und das erste Mal überhaupt ausschließlich bei mir in den eigen vier Wänden. Mein Berliner Leben gepaart mit vermisster Familienidylle.

Immer wenn die Familie zu Besuch kommt, gerät das eigene Leben aus den gewohnten Bahnen. Der selbstständige junge Mann wird wieder ein hilfsbedürftiger (teils fauler) Junge, die Mom putzt mit viel Liebe zum Detail die Wohnung, obwohl dies nicht notwendig ist („…ich mach es eben einfach gerne!“) und das gemeinschaftliche Frühstück wird zum ungewohnten Alltag. All das sind Dinge, mit denen man in den ersten Tagen erst mal wieder umgehen lernen muss. Bei uns war es aber diesmal ganz anders. Frühstück um 10:00 Uhr war schon angesagt, aber kein Zwang. Den Tisch hat der Sohn gedeckt und liebevoll die Eltern geweckt. Danach die kleinere Schwester vom Nintendo DS aus dem Bett gekrault und mit glücklich lächelndem Gesicht ins Wohnzimmer an den Tisch gebracht. Daddy saß schon und genoss das lockere Leben. Die dominierende Hand war diesmal der Sohn. Kein Fauler, sondern einer, der der Familie all die gewöhnlichen Situationen bieten möchte, die für „herkömmliche“ Familie normal sind.

Auch wenn er diesmal nicht komplett aus seinem Leben fiel, ergaben sich aber Augenblicke, in denen durch die Anwesenheit ungewohnter Personen (damit meine ich Personen, die nicht täglich, oder wöchentlich bei einem ein und aus gehen) neue Rituale. So nun auch mit dem angefeindeten Balkon.

Wie schon erwähnt, verschmähten alle Mitbewohner diesen Tag für Tag. Doch die vergangenen Stunden waren anderes. Begonnen hat es damit, dass die Familie eine derartig lebendige, laute und freie Atmosphäre nicht gewohnt war. Reinigungsfahrzeuge mit blickenden Lichtern am Abend. Polizei-, Krankenwagen- und Rettungsfahrzeugssirenen 24 Stunden, quietschende Reifen, brüllende Touristen, redende Einheimische. Also rannte man mal raus, stellte sich an die Brüstung und schaute. Etwas, was wir total „verlernt“ hatten. Erst die Mom auf der Fensterbank, dann die Schwester auf dem einen dreckigen IKEA-Stuhl, dann noch mehr Stühle besorgt, denn der Dad wollte auch mit schauen. So ergab es sich, dass die gesamte Familie mehrmals am Tag Zeit auf dem Balkon verbrachten. Zum Schauen, zum Wundern, zum Reden, zum Genießen, zum Erinnern und vor allem um beieinander zu sein. Dies war eine Situation, die komplett und vollkommen neu für mich war.

Es war sehr schön.

offener Zugang zu fundamentale Sitzflächen am Fenster zum Balkon

offener Zugang zu fundamentale Sitzflächen am Fenster zum Balkon

Grenzenlosigkeit trotz Mauern

Grenzenlosigkeit trotz Mauern

Nun nach fünf tollen Tagen, Tagen der Gemeinsamkeiten, der Faulenzerei, des Unternehmens, des Redens und des „in das Leben des Anderen (egal welches Mitglied) genauer eintauchen und sich wieder intensiv spüren, ist die Familie vom Hauptbahnhof abgereist. Viel zu früh, viel zu schnell verging die Zeit als Einheit und viel zu schnell, verfällt man in gewohnte Rituale. Aussteigen am Hackeschen, Abstecher zu Starbi, rauchen auf dem Weg (obwohl, aus Rücksicht auf die Familie und die kleine Schwester – man ist ja eigentlich ein Vorbild – radikal reduziert), Milch kaufen im Spät-Shop und rein in die leere Wohnung. Eigentlich war ich es dann gewohnt, die Zimmer wieder zum Ursprungsaussehen herzurichten, diesmal aber nicht.

Ich ging durch jedes Zimmer, in denen so viel liebes Leben die vergangenen 120 Stunden war. Fand das silbern glitzernde Armband meiner Schwester auf dem Sofa – „Mist hat sie vergessen“, stellte die Gläser, in denen noch der letzte Schluck Ice-Tea war, in die Küche, ging in das Gästezimmer um zu schauen, ob noch Überbleibsel zu finden waren, schlürfte dann in das zur Verfügung gestellte Mitbewohnerzimmer und entdeckte die drei Cocktail-Fuzzel-Spieße die immer in der Ananas steckten – „scheinbar hat meine Schwester sie zur Erinnerung an ihren ersten Cocktailabend hier hinterlassen“ – schön in Reihe und Glied auf der Hantelbank positioniert und lief danach am Balkon vorbei. Das Gefühl war nicht mehr wie sonst. Ich dachte an die Morgende, die Mittage und die Abende auf ihm. Irgendwie kam Traurigkeit auf. Traurigkeit, die sonst so nicht zu spüren war. Sie war zwar da, aber das Denken zu rational – „Jeder geht eben irgendwann seine eigenen Wege“, Familie kann aber nicht immer so schnell los lassen, schon gar nicht, wenn man sich seit fast zehn Jahren nur 2-3 Mal in zwölf Monaten sieht.

Ich ging raus. Setzte mich auf die beiden, inzwischen von Mutti geputzten Balkonstühle, steckte mir eine selbst gedrehte Zigarette an und dachte an das, was die anderen wohl hier auf dem Balkon gedacht haben. Es kam wieder etwas zurück. Ein Gefühl, eine Situation, eine Emotion, die eben einfach weg war. Natürlich ist es nur ein Balkon, aber was sich auf ihm abspielt, ist eine ganz eigene Geschichte.

Es war eine sehr Schöne.

Nun sitze ich genau hier. Schaue auf den Dreck in den Ritzen, die Bastmatten, die schon seit Jahren in den Müll sollten. Höre den Touristen vor dem Döner-Laden beiläufig zu und finde eine Ruhe, die ich schon lange nicht mehr empfunden habe. Etwas, was eben nur die Familie einem beibringen und auf den Weg mitgeben kann, auch wenn wir erwachsen geworden sind, zu weit weg wohnen oder manchmal im Dschungel der Großstadt und des eigenen eingefahrenen, Ritual oder kein Ritual-Leben versacken, trotzdem einen Platz finden kann.

Ich werde heute noch eine ganze Weile hier sitzen bleiben – Danke hier drei.



ttyialw GosseGuy

Die Doktorspiele sind vorüber – der Sandkasten definiert die Zukunft!

Veröffentlicht in ERLEBT!, ERTAPPT!, Kennt man doch. mit Tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , am 7. Juli 2009 von kayservanzoonen

„Der Begriff Soziale Gruppe bezeichnet eine Sammlung von mindestens drei Personen. Nach der soziologischen Definition, müssen die Gruppenmitglieder in einer unmittelbaren Beziehung zueinander stehen. Jedes Mitglied muss sich dabei der anderen Mitglieder bewusst sein…es muss eine Interaktion möglich sein. Das soziale Zusammenleben innerhalb der Gruppe ist geprägt durch dauerhafte soziale Beziehungen und Kontakte, durch Eigen- und Zusammenhandeln, durch Einheit sozial Handelnder mit gemeinsamen Werten und Interessen, durch Unmittelbarkeit von Beziehungen, durch wechselseitige Wahrnehmung der Beteiligten, durch Anwesenheit und direkte Interaktion, sowie durch aufeinander abgestimmte soziale Rollen. Wobei die Gruppierung nicht immer in der Verantwortung der Mitglieder liegt, sondern auch bewusst durch andere Mitmenschen geformt werden kann,“ so Wikip.

Sprich: Es war schon immer so. Die Dicken essen mit den Dicken; die pickeligen Brillenträgern programmieren mit den pickeligen Brillenträgern, die busengepushten Tussen zicken mit den busengepushten Tussen, die kleinschwänzigen Alpha-Raucherinsel-Tiere prahlen mit den kleinschwänzigen Alpha-Raucherinsel-Tierchen und die langweiligen Mitläufer lachen unemotional mit den langweiligen Mitläufern, meistens am Rand der Busengepushten und Kleinschwänzigen.

Dieses Muster entwickelt sich spätestens in der Oberstufe, wobei die Gruppenintensität meist durch die Art der Schule geprägt (Sonder-, Haupt-, Gesamt- oder Realschule oder Gymnasium) wird. Einige traurige Zahnspangenmädchen oder Sommersprossenjungs haben leider das Pech, das Leiden des Außenseitertums schon in der Grundschule zu erleben. Andere werden ihr ganzen Leben lang so unsichtbar und unscheinbar sein, dass sie nirgends auffallen werden – weder positiv noch negativ. Wie wir merken, ist das ein Kreislauf, den man nicht aufhalten kann, sondern versuchen sollte

(a) das Beste draus zu machen oder

(b) eine so starke Lederhaut zu entwickeln, dass es einen selbst nicht tangiert. Nun ist mir aber auf einem Spielplatz erschreckender Weise klar geworden, dass sich dieses Muster – „Wann bildet sich welche Gruppe?“ – nach vorn verlagert hat (ähnlich wie die Geschlechtsreife unserer 11-jährigen Jungpopper).

Nichts ahnend saß ich da so rum und beobachtete die 4-7-jährigen und stellte nach nur kurzer Zeit die prägnanten Muster fest. Folgende Gruppierungen waren ersichtlich.

1. Die coolen Boys auf der Tischtennisplatte

2. Das kleine einsame Mädchen und ihr Buch

3. Der weltfremden Wunderling und seine Zunge

4. Die Sport-Hunks

5. Die zickige Diva und ihre Entourage

Mir war schlagartig klar, dass die Doktorspiele vorüber sind und die Zukunft der Kleinen schon im Sandkasten definiert wird. In diesem Sinne, möchte ich auf überspitzte Art und Weise die einzelnen Laufbahnen der Gruppen darstellen, wobei die Kinder nur Bilder für die Gedanken darstellen (denn wir lieben Kinder!).

Die coolen Boys auf der Tischtennisplatte

Die coolen Boys auf der Tischtennisplatte

Die coolen Boys auf der Tischtennisplatte: Sie sind die Jungs, die eine Art Coolness von Natur aus versprühen, aber deren Charme dabei auf der Strecke geblieben ist. Sie prollen meistens rum (später dann auch unter Einfluss einer Menge Bier) und freuen sich über Dinge wie ihre eigenen Popel, wohlriechende Fürze und die lautesten Rülpser, die ein Mann jemals hervorgebracht hat. Mädchen finden sie anfangs toll, weil sie so männlich sind, werden aber dann, nach der ersten entscheidenen Nacht, sich abwenden und zu anderen Gruppen übersiedeln. Somit bleiben die coolen Boys am Ende des Tages immer unter sich, leben bis ans Ende ihrer Existenz in ihrem Heimatort und heiraten eine Friseurin.

Das kleine einsame Mädchen und ihr Buch

Das kleine einsame Mädchen und ihr Buch

Das kleine einsame Mädchen und ihr Buch: Sie tut uns leid. Sie ist irgendwie mysteriös und niedlich aber reden wollen wir auch nicht mit ihr. Warum? Wissen wir nicht. Sie liest eben einfach zu viel und verpasst dabei Erlebnisse wie Sand essen, hinfallen oder den ersten Kuss. Leider liegt es auch nicht in der Natur des kleinen einsamen Mädchens, aus ihrem Buchrücken zu krauchen und Kontakt zu anderen aufzunehmen. So bleibt sie bis zu ihrem Abschluss ganz allein, umgeben von einem Schleier | Aura der Einsamkeit, der Trauer und der Hilflosigkeit. Danach verliert sich meist der Kontakt. Wir erfahren dann später, üblicher Weiser auf dem Klassentreffen, dass sie sexier denn je geworden ist, einen Knackarsch voller Geld besitzt, da sie Doktorandin der kernphysikalischen Transformation des Sonnensystems geworden ist. Hat schöne Kinder geboren und wird uns mit einem dahinschmelzenden, selbstbewussten Grinsen belächeln, triumphierend darüber, dass sie gesiegt hat. Hätten wir sie doch nur damals auf eine trockenen Schwarzbrotstulle mit Bierschinken eingeladen.

Der weltfremden Wunderling und seine Zunge

Der weltfremden Wunderling und seine Zunge

Der weltfremden Wunderling und seine Zunge: Den hatte jeder in der Klasse und er wird auch nicht aussterben. Er ist wie Unkraut – gedeiht glücklich und zufrieden überall und nirgendwo. Ganz im Gegensatz zu dem kleinen einsamen Mädchen, stört es den Wunderling keinesfalls, dass er anders ist. Ihm hängt immer Rotze aus beiden Nasenlöchern, sein Hosenstall ist stets offen. Flecken auf dem Shirt gehören schon zum guten Ton und irgendwie scheint er alles was nicht in Muttis Brotbüchse zu finden ist, als unsagbar ansprechend. Würmer, Sand, Beeren, eigene Fingernägel, die Rotze – welche schon schön grün und trocken ist. Mit dem redent keiner – stört aber auch niemanden. Irgendwie ist der halt komisch. Wird sich auch niemals ändern. Entweder bekommt der später, wenn er Zewa entdeckt hat ein automatisches Total-Make-Over oder er bleibt so wie er ist. Das Gute an dem weltfremden Wunderling und seiner Zunge ist aber, das er scheinbar der wirklich Glücklichste, ohne Selbstzweifel und Komplexe ist.

Die Sport-Hunks

Die Sport-Hunks

Die Sport-Hunks: Ach mensch – die sind immer doof und gleichzeitig zu beneiden. Seien es die 14-jährigen Turner, die schon bei der Geburt mehr V-Form hatten als wir jemals haben werden, oder die stählernen Handballer, an denen scheinbar alles in den richtigen Proportionen gewachsen ist, die Schwimmer, die die einzigen Männer sind, an denen Speedos nie schlecht aussehen, sondern ein Muss sind oder typisch Deutsch eben – die Fußballspieler. Ich finde ja, dass diese Gruppe immer ein wenig wie die coolen Boys nur mit nem Hobby sind. Intelligent? mmh…Durchschnitt würde ich sagen. Sexieness? Auf jeden Fall, kommt aber wahrscheinlich von dem rauen, verschwitzten Sportflair, der sie permanent umgibt – und den Sporttaschen, die wie Kletten an ihnen Tag für Tag kleben. Sie sind eigentlich immer beliebt – bei den Damen mit Sicherheit, bei den schwulen Teenies sowieso und die anderen Mitschüler sind neidisch, schauen aber in der Umkleide dennoch rüber und wünschten sich, ein wenig von ihnen abhaben zu können. Meistens bewegen sich diese Jungs immer im gleichen Umfeld. Im Winter die Halle; im Sommer der Platz draußen. Daten Zuschauer-Schlampen oder Cheerleaderinnen. Klingt alles so toll – bis Ende 20, aber dann werden sie sich die Sehnen zerren, die Handgelenke brechen oder irgendein unsagbar wichtiges Turnier verlieren und alles wird aus sein. Dann haben sie nichts weiter, als irgendwann der Schwerkraft nachgebende Muskelmassen und der verflossene Ruhm.

Und zu guter Letzt die

Die zickige Diva und ihre Entourage

Die zickige Diva und ihre Entourage

Die zickige Diva und ihre Entourage: Eine Anführerin. Meistens die mit der größten Klappe, die die den ersten Busen hatte und Tampon brauchte und die, die mit den meisten Kerlen Petting macht, knutsch oder Liebe veranstaltet. Die Diva hat immer Anhängerinnen um sich. Sorgfältig ausgewählt nach Problemzonen – sei es körperliche, geistige oder emotionale. Sie zicken und dissen sich so durch die Schulzeit und sind Tag ein Tag aus überheblich. Aus unerklärlichen Gründen. Geleistet haben diese Diven meist nie etwas und die Noten sind auch durchgängig schlecht. Wenn sie gegen Ende der schulischen Laufbahn realisieren, dass irgendwas schief lief, erpressen sie meist das kleine einsame Mädchen ihr aus der Patsche zu helfen oder daten einen der Hunks. Heirat! Oft enden sie dann auch als Friseurin in einem Vorort. Diese Damen sind trotz schöner Haare, gepflegter Nägel und einer granatigen Figur keinesfalls zu beneiden, denn so unsexy es klingt – Intellekt siegt über Schönheit und die kann man sich auch machen.

Dieser Artikel dient einfach nur der Darstellung dessen, dass diese Gruppen nie aussterben. Er dient zur Realisierung darüber, dass wir alle einer Gruppe angehörten und neben den fünft gibt es noch etliche Mischformen. Diese Gruppen formen uns, ob wir wollen oder nicht und entweder genießen wir es und ziehen unseren Nutzen daraus oder wir nehmen es so hin und beschweren uns nicht. Die meisten, die das hier lesen, sollten sowie so schon eine eigene Persönlichkeit entwickelt haben und den Artikel lediglich ihren kleinen Geschwistern (mit dem Vermerk der Übertreibung) zeigen oder ausdrucken und zur Einschulung der eigenen Nachkömmlinge in die Einschulungstüte tun. In diesem Sinne:

ttyialw Gosse Guy

Die Schönsten der Schönen!

Veröffentlicht in ERTAPPT! mit Tags , , , , , , am 2. Juli 2009 von kayservanzoonen

Es war ein wunderschöner warmer Mittwoch Nachmittag. Ich saß wie üblich in meinem Lieblingskaffeegeschäft und versuchte, Abkühlung in Form eines 0,5l Eisgetränks zu bekommen. Ich schaute mich um und genoss die Menschen. Genoss das Leben. Genoss die Situationen, bis er kam.

Er fiel mir auf Anhieb gar nicht so stark auf. Aus dem Augenwinkel heraus dachte ich etwas gesehen zu haben, wo es sich lohnen würde, noch schnell einen zweiten, dritten oder neunzehnten Blick zu riskieren. Es traf mich so plötzlich wie ein Schlag, dass ich nicht mehr realisieren konnte, wo ich war. Blonde Haare versteckten sich unter einer ozeanblauen, seitlich aufgesetzten Capi. Ein Wasserstoffperoxyd-Lockennest kämpfte sich, ummantelt durch eine Glam-Aura aus Haarspray, krampfhaft unter dem vorderen Teil der Mütze hervor und staute sich zu einem Gewühls aus Gelb. Mein Blick schweifte weiter abwärts. Braungebrannter Teint und amüsante dicke Bäckchen. Eine südseegesonnte Knollnase und dazu die immer zum Moment passend heraus hängende dicke, rote, porentiefe Zunge. Lasziv wandert sie, mit seiner Unterstützung, von der dicken Oberlippen – links – mittig – rechts, nach unten und dann wieder – links – mittig – rechts, bis sie schlussendlich in seinem kleinen, scheinbar sehr warmen, leicht rosé-farbenden Mund verschwand. Sein mit den Jahren und Janines Sonnenstudio gealtertes, eingefallenes Gesicht, sollte jedoch nur der Anfang gewesen sein.

Die visuelle Reise ging noch weiter. Es war noch nicht Schluss. Er war noch nicht komplett aufgenommen. Hat sich noch nicht komplett auf meine Netzhaut gefräst.

Weg vom Gesicht wanderten meine Augen auf seinen Oberkörper. Umhüllt wurde dieser von einem schwarzen Tanktop. Es war eng. Es war so eng, dass jedem der auf besonders eng steht, das Wasser im Mund zusammenlaufen und im Schritt sprudeln lassen würde. Eng ist gar kein Ausdruck. Dezent umklammerte es seine doch trainierten Brüste und staute sich eine Etage tiefer um seinen Bauchnabel. Branchenkenner nennen dieses Bereich auch „den Donut“. Seine Arme waren verziert von neumodisch, trendigen, zum Augenblick passenden Tattoos, die wahrscheinlich den Kontrast zu Wasserstoffperoxid und seiner Männlichkeit aufzeigen sollten.

Wie das im Leben jedoch ist, kommt es immer anders als man denkt. Die Hose. Die Hose – die Hose – die Hose. Ich muss zugeben, dass das Model und die Farbe an sich mal modisch war (2006-2007) und oft auch Anklang im Sportunterricht fand, aber manchmal passen auch die besten Sachen nicht mehr zusammen. In einem Guss ging sein Tanktop in seine Mikro-Shorts über, die die Phantasie förmlich in eine Rakete packte und weit weg ins All schickte. Es blieb kein Spielraum mehr übrig. Es war da! Ein ganzer Wühltisch von 0,99 €-Socken. Wie, als würde man auf einem stillstehenden Sockenlaufband einen Sack nehmen und mit dem Arm alle Socken einsammeln und gut verstauen. Es wunderte mich, dass er nicht vorn über klappte. Es war ein Anblick, der wenn ich eine optische Schmerzgrenze haben würde, mir alle Mocca Frappuccinos der vergangenen fünft Tage als Tischdecke auf meinen Bistrotisch kotzen ließe.

Sein Blick war streng geradeaus, bewusst auf der Suche nach etwas, wahrscheinlich sich selbst und selbstsicher wie das Amen in der Kirche.

Dort lief ein Gesamtbild aus Solarium, absolut fehlerhafter Selbsteinschätzung, kaputten Haaren und einem ekelhaften Auftreten. Ein Selbstbewusstsein, bei dem ich sehr gern mal das Brotmesser nehmen würde und einem Heim voller Menschen, die sich nie trauen nur irgend etwas zu sagen, einen dicken Batzen abgeben würde. Das witzige war, dass hinter diesem Messed-Up-Adonis sein Buddy flanierte. Der war noch einen Zacken schärfer, lasst sich aber schneller beschreiben. Ca. 179 cm groß, dunkler Südländertyp, schwarzer Vollbart, pinkem Lipgloss, einem roten Mini, irgendein Oberteil und dazu rote Signal-Highheels. Getoppt mit der Selben „Schaut-Mich-An-Arroganz“ wie sein Vorläufer.

Bild 1Bild 2Bild 3Bild 4Es war ein Bild für die Götter. Vor allem, weil uns aufgefallen ist, wie schön Berlin momentan ist. Wie schön die Menschen sind. Die Ladys tragen Kleider die wehen und dazu stöckelige Schuhe die schöne Beine machen. Die Herren tragen Hemden, Shirts und Stil, zeigen Brust(haare) und Oberarme, zusammen mit schönen markanten Gesichtern. Selbst die in die Sommerferien abziehende Jugend wird von einem Schleiher des Modebewusstseins umgeben. Ich glaube nicht, dass das nur an der Fashion-Week liegt, denn das wäre schade. Ich befürchte jedoch, dass mein blonder Traumprinz an der Fashion-Week liegt und das wäre sehr peinlich.

ttyialw gosse guy